Großer Kampf im Final four nicht belohnt
AK 30-Golfer verlieren Halbfinale gegen St. Leon Rot und das Stechen gegen GC Solitude

Platz vier beim Final four der AK 30-Golfer in Baden-Württemberg: Erst im Stechen mussten sich die Reutlinger dem Team vom GC Solitude geschlagen geben, von links: Max Behrendt, Mark Hummel, Tim Schäfer, Kristian Kemmler, Konstantin Keller, Christian Bartsch, Sebastian Keller, Frank Wiegand, Kilian Heiß und Maximilian Münchinger. Foto: Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl
Zwei Tage lang stand bei sommerlichen Temperaturen der Golf & Country Club Königsfeld am 22./23. August im Zeichen des Final four der jeweils vier besten Herren- und Damenteams in Baden-Württemberg in der Altersklasse AK 30. Und mit dabei: Bereits zum dritten Mal das Außenseiterteam des GC Reutlingen-Sonnenbühl, das am Samstag zunächst im Halbfinale gegen das überragende AK 30-Team in Baden-Württemberg – den Golfclub St. Leon Rot – antreten musste. Im zweiten Halbfinale standen sich die Mannschaft des GC Domäne Niederreutin und das Team vom GC Solitude gegenüber. Gespielt wurden an beiden Tagen vier Einzel und ein klassischer Vierer pro Begegnung – alles im Lochspielmodus.
Nachdem beim ersten Aufeinandertreffen von St. Leon-Rot und Reutlingen vor drei Jahren das Team von St. Leon Rot die Reutlinger noch unterschätzt hatte und am Ende nur knapp siegte, wissen die Spieler um den ehemaligen Profi Moritz Lampert mittlerweile um die Stärke der Mannschaft um Kapitän Konstantin Keller. Mit Stephan Gross haben die Roter einen weiteren früheren Profi im Kader. Gross gewann 2008 die Europameisterschaft der Herren und spielte erfolgreich für die European Tour (heute DP World Tour), die erste Liga des europäischen Profigolfs.
Dennoch lagen die Reutlinger beim dritten Aufeinandertreffen nach neun Loch gleichauf. Mit zunehmender Spieldauer setzte sich jedoch die individuelle Klasse von St. Leon Rot durch. Lampert, der gegen Sonnenbühls Maximilian Behrendt antreten musste, holte sich mit drei blitzsauberen Birdies auf den ersten vier Löchern der zweiten Neun einen Vorsprung heraus, den er nicht mehr abgab (4&2 – vier Bahnen Vorsprung bei zwei noch zu spielenden Löchern). Auch Gross drehte auf den zweiten Neun auf und bezwang Reutlingens Besten, Kristian Kemmler, mit 4&2. Klarer fiel die Niederlage von Tim Schäfer gegen Sebastian Buhl aus (6&4), während im Vierer Mark Hummel und Sebastian Keller lange gleichauf lagen und nur knapp verloren. Den halben Ehrenpunkt zum Endergebnis von 0,5:4,5 sicherte Konstantin Keller gegen Tim Schreiber, die nach 18 Loch gleichauf lagen.
Das zweite Halbfinale gewannen die Niederreutiner gegen den GC Solitude mit 3:2 so dass im Finale St. Leon Rot auf Niederreutin traf, während die Sonnenbühler gegen den GC Solitude um Platz drei kämpften.
Am Sonntag zeigten dann die St. Leon-Roter auch dem Team vom GC Domäne Niederreutin die Grenzen auf: 4:1 hieß es am Ende. Mit Spannung erwarteten die zahlreichen Reutlinger Zuschauer das Spiel um Bronze gegen den GC Solitude. Man rechnete sich gegen die Stuttgarter eine gute Chance aus. Und dem war auch so: Christian Bartsch und Tim Schäfer gewann den Vierer gegen Jung/Lohmann mit 4&2, Frank Wiegand siegte gegen den Solituder Chris Hauser (5&3) und Kapitän Keller war mit Thomas Ruck (GC Solitude) nach 18 Loch gleichauf. Da Kristian Kemmler und Maximilian Behrendt ihre Matches gegen Max Eichmeier und Tobias Hein verloren stand es 2,5:2,5. Und das Stechen musste die Entscheidung bringen. Kapitän Keller setzte auf Max Behrendt der gegen Tobias Hein antrat. Nach einem verzogenen Abschlag von Max Behrendt an Bahn 10 war die Entscheidung gleich an der ersten Bahn gefallen.
„Wir haben erneut gezeigt, dass wir in die 1. Liga gehören und auch mit den Top-Mannschaften in Baden-Württemberg mithalten können“, lautete das Fazit von Konstantin Keller. „Nur schade, dass wir so knapp Platz drei verpasst haben“, betonte der Kapitän. Er bedankte sich abschließend bei den Fans, die nach Königsfeld gereist waren und das Team über beide Tage unterstützt hatten.


